„Kein Plastikmeer – kein Plastik mehr!“

Klimaschutzwoche im BSZ Hartberg

„Dies ist die größte Krise, in der sich die Menschheit je befunden hat. Zuerst müssen wir dies erkennen und dann so schnell wie möglich etwas tun, um die Emissionen aufzuhalten, und versuchen, das zu retten, was wir noch retten können.“

Diese Worte und das Engagement der jungen schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg haben dazu geführt, dass auch in Österreich eine „Fridays-for-Future“-Bewegung entstand, und mit ihr ein breites Verständnis dafür, dass intensiv an der Vermeidung der Klimakrise gearbeitet werden muss. So beschlossen die Schulgemeinschaftsausschüsse der 4 Schulen im Bundesschulzentrum, HLW, HAK, BAfEP und Gymnasium, Anfang März eine ganze Woche im Zeichen des Klimaschutzes zu veranstalten. Der Themenschwerpunkt fand in zahlreichen Aktivitäten in jeder der 69 Klassen des Schulzentrums seinen Ausdruck. Kleidertauschpartys, die Produktion von Stofftaschen, diverse Info-Veranstaltungen, Plakate … eine Ausstellung in der Aula gab am Ende einen eindrucksvollen Überblick über die kreative Vielfalt.

Unterstützt wurde das Großprojekt von der hiesigen „Fridays-for-Future“-Gruppe unter der Leitung von Carina Hofer, die als abschließenden Höhepunkt einen Klima-Marsch der ca. 1.700 Schüler*innen und Lehrer*innen zum Hartberger Hauptplatz organisierte. Dort stellten sie ihre Projekte vor, die Schulband des Gymnasiums heizte musikalisch ein – das war auch notwendig, denn das Wetter war leider sehr unfreundlich.

Wie viel Plastikmüll ist vermeidbar?

Das größte gemeinsame Projekt des Bundesschulzentrums betraf die Fragen: Wie viel Müll produziert jede Person im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld? Wie viel davon ist Verpackungsmüll? Und vor allem: Wie viel davon kann ich in einer Woche vermeiden? Unter dem Titel „Kein Plastikmeer – kein Plastik mehr“ wurde eine Woche lang der gesamte Verpackungsmüll aller Schulen vom Reinigungspersonal nicht in die Container entsorgt, sondern im Innenhof aufgetürmt. Nach einem Impulsvortrag zur Müllvermeidung des Umwelt- und Abfallberaters Gerhard Kerschbaumer vom Abfallwirtschaftsverband Hartberg wurde in der Klimaschutzwoche auf die Vermeidung geachtet – und der Erfolg lässt sich sehen: Der Berg war wesentlich kleiner. Allen wurde einmal mehr bewusst: Der Beitrag zur Müllvermeidung jedes und jeder Einzelnen macht den Unterschied!

Greta Thunberg sagt: „… die Klimakrise ist bereits gelöst. Wir haben bereits alle Fakten und Lösungen. Alles, was wir tun müssen, ist, aufzuwachen und uns zu verändern.“ Die Schüler*innen im BSZ Hartberg haben einen großen Schritt in diese Richtung gemacht.


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